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Kuratorium Hans Jonas-Edition

Mrs. Eleonore Jonas, Staatsministerin a.D. Dr. Dr. h.c. Hildegard Hamm-Brücher, EKD Ratsvorsitzender Bischof Dr. Wolfgang Huber, Bischof Dr. Karl Kardinal Lehmann, die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, Ministerpräsident a. D. Dr. h.c. Erwin Teufel

Gründungsmitglieder:
Bundespräsident a.D. Dr. h.c. Johannes Rau †, Dr. h.c. Paul Spiegel sel. A.

www.Hans-Jonas-Zentrum.de

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Lebensstationen von Hans Jonas[*]

1903

Am 10. Mai wird Jonas in Mönchengladbach geboren.

1921-1928

Studium der Philosophie, des Judentums und der Religionsgeschichte u.a. bei Edmund Husserl, Martin Heidegger und Rudolf Bultmann. Begegnungen etwa mit Karl Löwith, Günther Stern (alias Anders), Hannah Arendt, Hans-Georg Gadamer, Leo Strauss.

1933

Emigration nach London.

1934

Gnosis und spätantiker Geist. Erster Teil (Der zweite Teil erscheint 1954).

1935

Übersiedlung nach Palästina.

1938

Nachricht vom Tod des Vaters. Jerusalemer Gedenkrede auf Edmund Husserl.

1942

Deportation der Mutter ins Ghetto Lodz, später nach Auschwitz, wo sie ermordet wird.

1943

Heirat mit Lore Weiner in Haifa.

1944

Jonas nimmt am Italienfeldzug in der Jewish Brigade Group der britischen Armee teil.

1945 Im Juni kommt Jonas mit seiner Einheit nach Deutschland zurück und erfährt von der Ermordung seiner Mutter in Auschwitz. Besuche bei Rudolf Bultmann und Karl Jaspers. Rückkehr nach Palästina.

1948

Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel. Arabisch-jüdischer Krieg: Jonas wird als Artillerieoffizier eingezogen; sein Schwager fällt.

1949

Übersiedlung nach Kanada. Fellow an der McGill-University Montreal.

1952

Ablehnung eines Rufes an die Hebräische Universität Jerusalem, ferner eines Rufes an die Universität Kiel.

1950-1954

Gastprofessor, später Associate Professor für Philosophie am Carleton College in Ottawa. Studien der Biologie. Freundschaft mit Ludwig v. Bertalanffy. Rezeption und Kritik der Informationstheorie und Kybernetik Norbert Wieners.

1955

Übersiedlung in die USA. Professor für Philosophie an der New School for Social Research in New York.

1959/1960

Vortragsreisen in Deutschland.

1964

Aufsehenerregende Heideggerkritik in dem Vortrag „Heidegger and the Theology“ an der Drew-University, New Jersey, den er auch in Frankfurt a. M., Heidelberg und Tübingen hält.

1967

„Philosophische Reflexionen über Experimente mit menschlichen Subjekten“, Vortrag an der American Academy of Arts and Sciences, Boston. Seither bio- und medizinethische Arbeiten.

1969

Hermeneutikvortrag zur Eröffnung des 5. internationalen Kongresses der Altertumswissenschaften in Bonn: „Wandel und Bestand“ .
Founding Fellow am bio- und medizinethischen Hastings Center-on-Hudson
.

1973

Organismus und Freiheit. Ansätze zu einer philosophischen Biologie.

1979

Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation.

1984

Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme.

1985

Technik, Medizin und Ethik. Zur Praxis des Prinzips Verantwortung.

1987

Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Empfang des Großen Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland und der Ehrenbürgerwürde der Stadt Mönchengladbach.

1988

Materie, Geist und Schöpfung. Kosmologischer Befund und kosmogonische Vermutung.

1990 Diskussionen auf der Kieler Konferenz "Ethik und Politik heute" mit Karl-Otto Apel, Hans Küng, Reinhard Löw u.a. (hrsg. v. B. Engholm und R. Röhrich, Opladen)
Teilnahme an der Melbu Conference "Ecology and Ethics" auf Einladung von Karl-Otto Apel (hrsg. v. A. Øfsti, Trondheim 1992).

Ehrenpromotion durch die Universität Bamberg.
1991 Ehrendoktorwürde der Universität Konstanz.

1992

Ehrenpromotion durch die Freie Universität Berlin: Herausforderung Zukunftsverantwortung. Hans Jonas zu Ehren, hrsg. von D. Böhler und R. Neuberth.

1993

Philosophie, Rückschau und Vorschau am Ende des Jahrhunderts. Verleihung des Premio Nonino in Udine. Am 5. Februar stirbt Hans Jonas in New Rochelle bei New York. Er liegt im jüdischen Teil des ökumenischen Friedhofs von Hastings, N.Y., begraben.
Herausgegeben und zu Ende geführt von Kurt Rudolph, Marburg, erscheint: Gnosis und spätantiker Geist zweiter Teil: Von der Mythologie zur mystischen Philosophie. Göttingen.

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*

Nach: Hans Jonas: Fatalismus wäre Todsünde. Gespräche über Ethik und Mitverantwortung im dritten Jahrtausend. Hrsg. von D. Böhler, Münster: Lit 2005, S. 47 ff. [zurück]

 
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